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Vernissage der Ausstellung “Ich bin kein Objekt!” am 29. August von 19-21 Uhr

Ein Foto, auf dem Alina zu sehen ist: eine Person mit langen Haaren, die auf einer grau überzogenen Matratze liegt. Alina hat die Arme neben dem Kopf ausgestreckt. Auf dem Rücken steht in schwarzer, großer Schrift
Photo by NotAnObject e.V.

Selbstverständlich scheinende Sätze wie »Ich will das nicht.«, »Nein.« , »Geh weg!« und »Stopp.« sind für Betroffene von sexistischer Diskriminierung oft schwer auszusprechen, weil ihnen das Recht abgesprochen wird, sie zu sagen. Auf Übergriffe, auf das Überschreiten von Grenzen folgen:

Scham – Das kann ich niemandem erzählen!
Wut – Du Arschloch! Wie kann ein Mensch so etwas tun?
Trauer – Der Abend ist ruiniert. Ich will allein sein.
Zweifel – War es meine Schuld? Hätte ich mich wehren müssen?
und Ohnmacht – …

Es ist eine Krux, denn die Verarbeitung solcher Gefühle ist ein Kraftakt und man kann das Erlebte nicht ungeschehen machen. NotAnObject versucht dabei zu helfen, diese Erlebnisse und Gefühle in Kunst zu transformieren, um Sexismus aus der Perspektive derer sichtbar zu machen, die ihn erleben.

Oft sind es von Sexismus Betroffene, die in die Position gebracht werden, Konsequenzen aus der Diskriminierung ziehen zu müssen; jene, die versuchen müssen, gesellschaftlichen Wandel zu erzielen. Daher werden die Sprüche und Taten der Täter*innen genutzt und sich künstlerisch angeeignet – die Geschichten werden erzählt. Denn es kann befreiend und empowernd sein, Erlebtes öffentlich auszusprechen – vor allem, wenn dies auf einer Plattform geschieht, auf der viele Menschen ihre Geschichten erzählen.
So werden Betroffene zu Akteur*innen einer feministischen Bewegung; so entsteht ein Mosaik, welches die vielen Facetten des Sexismus abbildet.

NotAnObject ist ein queer-feministisches, antisexistisches Projekt, welches sich künstlerisch mit Sexismus auseinander setzt und eine Plattform für Menschen bietet, die Sexismus erleben mussten. Gemeinsam werden die Geschichten fotografisch aufgearbeitet und öffentlich gemacht. In dieser Ausstellung werden eine Auswahl der Fotos gemeinsam mit von Betroffenen verfassten Statements gezeigt.

Die Vernissage wird durch Reden von Nina Wolf, Sunna Riediger und Alina Jansen, sowie durch Musik von Serious Cuddles begleitet.

Ausstellung: 29. August bis 26. September 2019
Öffnungszeiten: Di–Do, 14–18 Uhr und auf Anfrage

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